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Herstellung spezieller Glasfasern im Ziehprozess
Die Produktion optischer Spezialfasern basiert auf der Umwandlung eines vergleichsweise kompakten Ausgangskörpers, des sogenannten Preforms, in eine extrem lange, dünne Faser. Während der Preform meist nur etwa einen Meter lang ist, entstehen im Ziehprozess Fasern mit Längen von mehreren hundert Metern bis hin zu einigen Kilometern.
Bereits bei der Herstellung des Preforms werden dessen spätere Eigenschaften gezielt festgelegt. Durch kontrollierte Dotierungen und präzise Strukturierung entstehen definierte optische, mechanische und chemische Eigenschaften, die im anschließenden Ziehprozess erhalten bleiben müssen. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Prozessführung: Neben einer konstant hohen Festigkeit müssen auch exakte geometrische Parameter sowie eine qualitativ hochwertige Beschichtung sichergestellt werden.
Systemcharakter des Ziehturms
Ein Ziehturm kann als komplexes technisches Gesamtsystem verstanden werden, in dem mehrere funktionale Einheiten eng zusammenarbeiten. Zu den zentralen Komponenten zählen die kontrollierte Zuführung des Preforms, die Hochtemperaturzone zur Erweichung des Glases, das Zug- bzw. Abzugssystem sowie die Beschichtungseinheit.
Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel von Temperatur und mechanischer Zugspannung. Diese beiden Größen beeinflussen direkt die Viskosität des Glases und damit die Formgebung der Faser. Ergänzend sorgen weitere Einrichtungen dafür, äußere Einflüsse wie Vibrationen oder Verunreinigungen durch Partikel und Feuchtigkeit zu minimieren.

Ablauf des Ziehvorgangs
Zu Beginn wird der Preform in einen Ofen eingebracht, in dem Temperaturen von über 1900 °C herrschen. Unter diesen Bedingungen wird das Glas viskos und kann durch die Einwirkung einer Zugkraft zu einer dünnen Faser ausgezogen werden. Die entstehende Faser wird anschließend kontinuierlich nach unten geführt.
Die Ziehgeschwindigkeit spielt hierbei eine zentrale Rolle, da sie direkt den Faserdurchmesser bestimmt. Parallel dazu wird die Prozessstabilität durch den Einsatz von Schutzgasen, typischerweise Argon, unterstützt. Dieses verhindert unerwünschte chemische Reaktionen und trägt zur Stabilisierung der thermischen Bedingungen bei.
Nach dem Austritt aus der Heizzone erfolgt eine kontrollierte Abkühlung. Anschließend wird die Faser mit einer Schutzbeschichtung versehen, die sowohl mechanischen Schutz bietet als auch – je nach Anwendung – optische Eigenschaften beeinflussen kann. Die Beschichtung besteht häufig aus mehreren Schichten mit unterschiedlichen Materialeigenschaften.
Mess- und Regeltechnik
Während des gesamten Prozesses werden kontinuierlich Messdaten erfasst, insbesondere der Faserdurchmesser. Diese Daten fließen in Regelkreise ein, die Anpassungen der Ziehgeschwindigkeit oder anderer Parameter ermöglichen. Ziel ist es, Schwankungen sofort auszugleichen und eine gleichbleibende Produktqualität sicherzustellen.
Auch nach der Beschichtung erfolgen weitere Kontrollen, etwa zur Überprüfung der Gleichmäßigkeit und Zentrierung der Schichten. Diese Faktoren sind entscheidend, um optische Verluste und mechanische Schwächen zu vermeiden.
Endverarbeitung und Qualitätsprüfung
Am Ende des Ziehturms wird die fertige Faser unter definierter Spannung aufgewickelt. Gleichzeitig kann eine mechanische Prüfung durchgeführt werden, bei der die Zugfestigkeit getestet wird. Dadurch lassen sich Materialfehler identifizieren und fehlerhafte Abschnitte aussortieren.
Prozesskomplexität und Optimierung
Die Herstellung von Spezialfasern ist durch eine Vielzahl voneinander abhängiger Parameter gekennzeichnet. Unterschiedliche Preforms erfordern jeweils angepasste Einstellungen, und selbst geringfügige Abweichungen können die Qualität beeinflussen.
Zu den kritischen Einflussgrößen zählen unter anderem Temperaturverläufe, Gasströmungen sowie die Kalibrierung der Messsysteme. Darüber hinaus spielt praktische Erfahrung eine wesentliche Rolle, da viele Feinjustierungen nicht vollständig automatisiert erfolgen können.
Ein stabiler und optimal abgestimmter Prozess ist daher entscheidend, um eine hohe Ausbeute und gleichbleibende Produkteigenschaften zu erreichen.

Präzisionsaufnahme
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ermöglicht die punktgenaue Ausrichtung
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reproduzierbare kontinuierliche Zuführung
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ausgereifte langlebige Mechanik für den Mehrschicht-Betrieb
Reinraum-Kammer
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flüssige Glasfaser wird mit Argon-Gas oder Stickstoff gekühlt, vor Oxidation geschützt und auf den gewünschten Durchmesser gebracht
Induktionsofen
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die Preform-Spitze wird konstant zugeführt und wird bei ca. 1900-2200 °C induktiv aufgeschmolzen
1. Coating & therm. Härtung
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Beschichtung der Glasfaser mit Acrylaten
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softe Beschichtung schützt Faseroberfläche
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wirkt als Dämpfer für die nachfolgende Beschichtung
Trommelaufnahme / Capstan
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zieht die Faser mit konstanter Geschwindigkeit
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mittels Messtechnik kann fortlaufend die Faser-Qualität geprüft werden
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für Groß- und Kleinspulen geeignet
ARNOLD FDT 15.0
Spezialfaser-Ziehturm





2. Coating & therm. Härtung
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zweite Beschichtung mit Acrylat
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zweite Schutz Schicht ist härter und robuster
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sehr viel widerstandsfähiger gegen mechanische Einwirkungen

























